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Gelbatterien

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Gelbatterien

Beitragvon Admin » 22. Feb 2011, 20:02

Hi Wolfgang,
Du schriebst am Mittwoch, 31. Dezember 2003 um 12:08:
WM> hat jemand Erfahrung mit Gelbatterien für die FJ? Was ist zu beachten? Danke, und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht
WM> Wolfgang

Also ich habe mich da ja letztens auch mal erkundigt, auch in anderen Foren und bei einigen Kumpels vom Stammtisch. Dann habe ich meine gesammelten Informationen auf meine Homepage gepackt. Lies mal da nach. ;-)
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einen guten Übergang nach 2004 wünsche ich euch allen!
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Re: Gelbatterien

Beitragvon Crazy Cow » 25. Mai 2013, 16:37

Ich hänge mich hier mal an, vlt. bekommen wir das Forum wieder etwas belebt. Und wir sind ja hier unter uns, d.h. die meisten haben eine Yamaha angespannt.

Die Erfahrungen, die wir mit den ganz alten XJ hier gesammelt haben, waren letztlich auch auf die neueren Diversion, die GTS und die FJ übertragbar.
Gute wartungsfreie Batterien wie auch die billigeren gekapselten haben die Not, dass sie keine hohe Ladespannung vertragen. Eine Säurebatterie mit Entlüftung verkocht einfach die Brühe und man kann Aquadest nachkippen, eine gekapselte hingegen macht einen dicken Bauch und hält danach kaum noch Spannung.
Ursache ist die Yamaha Elektrik. Viele Kabelbäume sind aus Eisendraht, man kann aber nicht sagen welche. Die kupfernen sind im Alter oft am Steckerhals brüchig. Von der Batterie gehen die Kabel erst nach vorne, durchlaufen Stecker, Schalter und Zündschloss gehen wieder zurück zum Sicherungskasten und werden neu verteilt. Jeder Stecker, jeder Schalter, jede Sicherung bedeutet einen Spannungsverlust.
Wir haben bei den XJ F folgendes gemessen:
Liegen an der Batterie bei laufendem Motor 13 oder mehr an, so sind es hinter dem Zündschloss am Regler oft nur noch 12 oder sogar weniger. In diesem Moment macht der Regler voll auf und liefert bei Drehzahlen über 3000 eine Ladespannung von 15-15,8V. Das hält nur eine Säurebatterie aus.

Abhilfe:
- Entweder ein Relais hinter das Zündschloss, der Regler bekommt seine Information vom braunen Kabel dort.
- oder ein Relais direkt vor den Regler. (Ein weiteres vor die Zündung, ein weiteres vor das Fahrlicht). Alle Relais mit einem neuen dicken 2,5qmm Kabel von der Batterie her versorgt. Bei diesem Aufbau geht die Elektrik besser wie neu. Beim Staren bleiben an der Zündung ca. 11V statt der üblichen 8-9, der Regler regelt bei der alten XJ Lima auf 14,0 - 14,2V ab, bei der GTS- und der FJ-Lima auf etwa 14,5V.
Damit können auch die meisten gekapselte Batterien betrieben werden. (Einige vertragen aber auch das nicht, nicht kaufen, nur weil es bei BMW verbaut wird. Die haben entsprechende Regler.)

Ich persönlich bevorzuge trotzdem Yuasa Säurebatterien, geniesse aber das helle Licht, das aus einer relaisgeschalteten H4 Lampe kommt. Nach Ohm: 12V x 5A = 60W. Bei gleichbleibendem inneren Widerstand (2,4) steigt mit der Spannung auch der Strom z.B. + 20%:
14,4V x 6A = 86,4W. Und dann auch schön weiss! Einfach mal messen, was ohne Relais so anliegt.

Gruß, Olaf
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Re: Gelbatterien

Beitragvon peroge » 26. Mai 2013, 16:57

Olaf Ahoi
mein Dickschiff MG Norge 12T verbraucht eine Yuasa Säurebatterie in max. 2 Jahren. Danach ist nur noch mit kurzen Standzeiten ohne Nachladen zu gebrauchen.
Die BMW K Reihe mit ABS benötigt ebenfalls eine menge Strom, unter 11V geht da nichts mehr...
also denke ich es ist nicht ein Markenproblem sondern wie die ganze Elektrik aufgebaut wurde.
allzeit eine gute Fahrt und fahrt vorausschauend
lHzG Peter
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Re: Gelbatterien

Beitragvon Crazy Cow » 27. Mai 2013, 17:54

peroge hat geschrieben:Die BMW K Reihe mit ABS benötigt ebenfalls eine menge Strom, unter 11V geht da nichts mehr...
also denke ich es ist nicht ein Markenproblem sondern wie die ganze Elektrik aufgebaut wurde.


Da hast du schon recht. Ich bin auch kein Markenfuzzi. Bei der GTS ist auch das unvermittelte Aufleuchten der ABS Störlampe das erste Indiz für zu geringen Strom. Wie gesagt: mit einem Relais vor den wichtigsten Verbrauchern hat man Ruhe. Zur Yuasa bin ich nur zurückgekehrt, nachdem ich im XJ Gespann zwei Gelbatterien (damals noch ohne Relais) aufgeblasen hatte. In meiner XV hielt sie 10 Jahre und der Zweizylinder mit dem bockigen Anlasser braucht wirklich ne Menge Startstrom.

Es ist halt so ein Tick. Ich würde nie wieder freiwillig eine Gel Batterie kaufen. Und bei der Yuasa muss man offensichtlich beachten, dass sie vor der Inbetriebnahme 14-16 Stunden laden soll, oder wenigstens nach dem Befüllen diese Zeit ruhen.
So steht´s in der BA und damit habe ich dann auch bei anderen Batterien gute Erfahrungen gemacht.
Ich weiß nicht, ob Bleiakkus so was wie einen Memory Effekt kennen, aber frisch nach dem Befüllen haben sie meist nur 12,5 Volt.

Die Akkus in den neuen BMW werden offensichtlich stufenweise geladen, 20 min mit 13,5V dann höher. Oder so ähnlich.

Gruß, Olaf
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