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SW Federbein Kyrnos

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SW Federbein Kyrnos

Beitragvon Crazy Cow » 14. Jun 2012, 21:02

moin, fang mer mal an:
all zu viel machen am Fahrgestell muss ich nicht. Die Kyrnos XJ ist sehr gutmütig. Was gar nicht geht: Das SW Federbein taucht null ein. Wenn ich mich in die Einstiegsluke (gut 90kg) stelle und hüpfe, merkt man, dass es nicht fest ist. Es federt beim Hüpfen etwas ein und gleich wieder aus. Gleichzeitig hängt das Gespann ohne Passagier etwas nach rechts. What shall we do with the drunken sidecar?

Die Autobahn rd. um Leipzig war eine Qual. Gerade der Vorteil, den man sich von einem Stabilisator verspricht, war nicht zu spüren. Ein Gedotze sondergleichen auf der Betonpiste. Ebenso bei Fahrt über 140 kommt der SW schon mal ins springen und zerrt am Fahrgestell wenn er wieder aufkommt.

Lenkung: Eigentlich wie die Kunstflieger - so Rechteckwendendmanöver, zack zack, sehr beeindruckend. Kritisch ist die lange Linkskurve. Wenn der Lenkeinschlag nicht passt, ist schlingern beim Nachfassen die Folge. Ich meine, der SW lenkt links herum zu stark. Werd die Vorspur mal nachmessen.

Sind die Standardfederbeine irgendwie verstellbar?

Grüße, Olaf

edit: die Hinterradbremse ist natürlich voll gaga. Sowas geht gar nicht.
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Re: SW Federbein Kyrnos

Beitragvon Crazy Cow » 21. Jun 2013, 15:12

Ich habe mal folgende Änderungen vor genommen:

1. Vorderrad - Feder geändert (eine Windung angelegt, Federrate jetzt 80), das Federbein ist jetzt etwas härter hat aber weniger Vorspannung und unbeladen etwa 1/4 negativen Federweg.

2. Seitenrad - statt der 68er eine 150er Feder verbaut, aber ohne Vorspannung.
Der negative Federweg beträgt jetzt unbeladen etwa 1/5. Das Rad springt nicht mehr. Die härtere Feder bewirkt, dass das Rad beim Einfedern und unter Beladung seine Geometrie nicht mehr so stark ändert und sie passt gut zum an sich harten Gabriel Dämpfer.
Tatsächlich ändert sich von Hause aus beim Einfedern der Radsturz von negativ auf positiv, was ausgerechnet unter hoher Beladung in der Linkskurve einen Rechtslenkimpuls auf die gesamte Lenkung ausübt.
Desweiteren den Radsturz durch zwei Umdrehungen am oberen Dreieckslenker negativ vergrößert, was den o.g. Effekt wiederum durch Vorhalten reduziert. Mit Fahrer, zwei leichten Passagieren (ca.100kg) und 25kg Sandsack im Kofferraum steht das SW Rad und das Gespann gerade und lässt sich gut lenken.

Ich hatte am Seitenrad einen 280er Gasdruckdämpfer aus meiner Asservatenkammer probieren wollen, (auch ein längerer Dämpfer würde den Radsturz verringern) musste aber erkennen, das der Bewegungspielraum der Radaufhängung durch die Kugelgelenke begrenzt wird. Es passt max. ein Federbein mit einer Länge von 270mm hinein, oder die Gelenke würden beim Ausfedern malträtiert.

3. Hinterrad - Die Federvoreinstellung von 6 auf 4 korrigiert. Das hat erstens den Effekt, dass beim Zusteigen von Passagieren im SW nicht nur das SW Rad eintaucht (mit o.e. positivem Sturz) sondern vor allem auch das Hinterrad und zweitens den angenehmen Nebeneffekt, dass die Stabilisatorfeder endlich spürbar mittut, was ein sehr elegantes Fahren über Querrillen ermöglicht.

4. Vorspur - Eine halbe Umdrehung vorn an der Spurstange zurück genommen.
Mit einer ganzen Umdrehung fährt es sich wie voll beladen, mit einer halben Umdrehung als wäre ein leichter Lenkungsdämpfer montiert. Kein Gezacker mehr beim Überfahren von Geleisen.

Mit 25 kg Ballast läuft das Gespann jetzt von sich aus geradeaus, ohne Ballast zieht es bei gleichmässiger Fahrt eher nach links. Was bleibt ist die grauenhafte Aerodynamik für den Fahrer oder besser seinen rechten Arm. Da finde ich auch noch was.

Gruß, Olaf
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